
Wenn wir an Ultras denken, dann kommen uns die Geschichten von heroischen Athlet:innen in den Sinn, die sich seit Tagen durch malerische Landschaft beißen. Diese Geschichten sind sicher inspirierend für die Sache, lange Rad zu fahren und eignen sich gut für Fernweh-Tagträumerei. Im Mittelpunkt steht aber oft die scheinbar übermenschliche Leistung, ein exklusiver Zugang zu Material und Logistik. Das erzeugt Distanz zu dieser Art von Abenteuer. Die Wenigsten haben 3 Wochen Zeit, um mit ihrem perfekt ausgerüsteten Rad um den halben Globus zu reisen. Wir möchten dem etwas entgegensetzen. Wir glauben, dass es gar nicht so viel braucht, um sich in sein nächstes Abenteuer zu stürzen.

Fancy Equipment ist schön, aber das wird am Ende nicht entscheidend dafür sein, ob du eine gute Zeit bei deinem nächsten Ultra hattest. Das Wichtigste ist deine Einstellung, deine Motivation, dass du Spaß hast, dich einfach auf dein Rad setzt und losfährst. Vieles wird sich unterwegs regeln, aber ein paar Dinge solltest du trotzdem beachten:
Genügend zu trinken. Nutze z.B. einen Trinkrucksack oder montiere eine dritte Flasche an dein Unterrohr. Überlege dir auch vorab, was du unterwegs trinken möchtest. Anders als im Training zu Hause kannst du deine Flaschen unterwegs nicht einfach mit deinem liebsten Elektrolyte-Mix auffüllen.
Essen, essen, essen. Hier brauchst du nicht den krassesten Riegel, das teuerste Gel - optimiere auf Kalorien und Packmaß. Du willst so viel Energie auf so wenig Platz wie möglich packen. Gummibärchen, Müsliriegel, manche löffeln wohl Erdnussbutter.
Das richtige Werkzeug. Ein gutes Multitool, ein schweizer Taschenmesser oder einen Leatherman. Packe etwas ein, mit dem du unterwegs kreativ Probleme lösen kannst. Viele nehmen zum Beispiel Nadel und Faden mit, um unterwegs einen Cut im Reifen reparieren zu können.
Bis zum nächsten Mal.
Rasmus, Jasper, David und Jan